Sky Team: Die einzig vernünftige Art zu fliegen!

Kein nerviges Boarding, volle Beinfreiheit und null Emissionen. Noch nicht einmal häßliche Flughäfen mit 15 Jahren Bauzeit braucht es dafür. Ich will gar nicht mehr anders fliegen. Mit Sky Team bekommen wir Flugreisen geschenkt, die wirklich Freude machen und uns ganz nebenbei noch ein wenig das Pilotendasein erleben lassen: In dem sollten sich möglichst keine Fehler einschleichen. Pilot und Co-Pilot müssen sich blind verstehen, um schwierige Situationen zu meistern. Leitwerk, Triebwerk, Landeklappen, Fahrwerk, Bremsen: Alles muss passen und andere Flugzeuge dürfen auch nicht im Weg sein. Sky Team bildet das wunderbar ab. Die zusätzlichen Module bringen noch mehr Dinge rein, um die wir uns kümmern müssen und alles ist thematisch eingefangen, ohne dass es kompliziert wird. Autor und Redaktion haben bei Sky Team großartige Arbeit geleistet, die in einem genial einfachen Wind-Modul kulminiert.

Bewertung: Spitze!

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Endeavor: Wird immer besser!

Beim ersten Mal erschlägt die Menge an Entdeckungsplättchen auf dem Tisch, die mit den nur sieben Spielrunden kontrastiert, die so knapp bemessen erscheinen. Auch erschließt sich zunächst kaum, wie unterschiedlich das Spiel läuft, obwohl wir in jeder Runde nur eines der Gebäude bauen, von denen größtenteils immer die gleichen ausliegen und mit denen Aktionsmöglichkeiten ins Spiel kommen. Nach ein paar Spielen lernen wir aber, den Spielplan besser zu lesen und die Kombinationsmöglichkeiten der Gebäude besser zu nutzen.

Bewertung: Spitze!

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El Grande: Schön was los!

Wie lässt sich das Mehrheitenspiel auf den Punkt bringen? Ganz einfach: Wer früher dran ist, bekommt weniger Machtsteine alias Caballeros. Genau das hat Wolfgang Kramer vor bald 30 Jahren einfach auf Machtkarten verknüpft und damit ein Spiel von unvergänglicher Eleganz geschaffen, dessen Grafik ganz nebenbei ins spätmittelalterliche Spanien einlädt.

Bewertung: Empfehlung!

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Glen More II: Legespiel für Fortgeschrittene!

Üblicherweise hat man es beim Plättchenlegen mit einem Genre zu tun, das sich durch leichte Zugänglichkeit, überschaubare Komplexität und ein entspanntes Spielgefühl auszeichnet, mit einem Familienspiel also. Matthias Cramer zeigt, dass sich dem Genre auch eine verblüffend verzwickte Wendung geben lässt, obwohl es zugänglich bleibt. Wir holen uns die Plättchen einfach von einem Rondell, auf dem wir unsere Kreise ziehen und stetig die Plättchen nachgefüllt werden. Dann legen wir die neuen Plättchen nach ein paar einfachen Regeln an unser Gebiet an, aktivieren es damit und alle umliegenden. Alles ganz einfach, nicht wahr!?

Bewertung: Empfehlung!

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Undaunted Normandie: Darf, soll, kann man das spielen?

Undaunted ist unverhohlen ein Kriegsspiel, US-Infanterie auf der einen Seite gegen Wehrmacht auf der anderen. Ein unrühmliches Kapitel deutscher Geschichte also auch noch, bei dem man eigentlich gar nicht wollen kann, dass die deutsche Seite gewinnt, denn sonst dürften wir heute wohl nicht die ganz breite Pallette an Brettspielen genießen, sondern nur was einer unmenschlichen Diktatur genehm ist, wenn man nicht ohnehin schon als vermeintlich unwertes Leben, weil aus welchen Gründen auch immer nicht genehm, ermordet worden ist.

Bewertung: Nett!

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Die wandelnden Türme: Hexentanz modern!

Hexentanz war als verdecktes Mensch ärgere dich nicht von der Idee her irgendwie ganz lustig, hatte aber dann doch einige Schwächen: Der Spielablauf gestaltete sich recht gleichförmig. Es brach recht schnell Chaos aus, weil sich niemand die Positionen der eigenen Figuren merken konnte und dann dauerte es auch noch viel zu lang.

Bewertung: Nett!

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Dizzle: Der Name trifft es!

Man puzzelt sich mit Würfeln die punkteträchtigsten Boni zusammen, indem man seine Würfel auf dem Block geschickt aneinander legt. Mit den verschiedenen Leveln steigt der Bedarf an überlegtem Vorgehen. Insgesamt bleibt es aber locker, wie es sich für ein Würfelspiel gehört. Der Ablauf ist flott, ohne lange Wartezeiten und auch für Kinder leicht verständlich. Interaktion gibt es insofern, dass man darauf schauen sollte, was die anderen so brauchen, wenn man selbst mehrere Optionen hat. Außerdem kann man mit Neu-Würfeln und Passen ein wenig Taktieren.

Bewertung: Spitze!

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e-Mission: Mal keine Monster verkloppen!

Man muss auch keine Schienen verlegen, kein Flugzeug landen, kein Rennen gewinnen und auch keinen Mars besiedeln. Jedes Spiel macht Vorgaben, was zu tun ist und hier gilt es eben den Klimawandel stoppen, was mal etwas anderes ist. Doch das Thema allein bringt manche offenbar emotional schon derart aus der Fassung, dass sie ein Spiel als moralisierend wahrnehmen, das dieses Thema wie jedes andere mit einer interessanten Mechanik einzufangen versucht. Moralischer Zeigefinger? Fehlanzeige, eher schon könnte man das Spiel als etwas zu mechanisch empfinden.

Bewertung: Empfehlung!

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Mindbug: Zündet nicht beim ersten Mal!

Es dauert eine Weile ehe sich erschließt, wann welche Karte ihre Stärken am besten zur Geltung bringt. Und es dauert eine Weile bis sich ein Gefühl einstellt, wann eine Karte zwar stark wäre, aber durch einen Mindbug zum Verderben bringenden Bumerang wird. Schließlich dauert es noch eine Weile herauszufinden, wann mit welcher Karte angegriffen werden sollte. Das ganze Spiel ist eine Frage des raffinierten Timings, der nervenzerreißenden Risikoabwägung, des kalkulierten Opferbringens. In jedem Zug gilt es genau zu überlegen: Karte ausspielen oder angreifen? Wenn ja, welche Karte? Was kann der Gegner dann machen? Kann ich seinen nächsten Angriff blocken? Wenn ja, wie?

Bewertung: Spitze!

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Next Station London: Solo-Spiel mit vier Stiften!

Hier ziehen wir völlig ungestört unsere Linien. Der Punktestand wird zwar am Ende verglichen, doch kommen die Ergebnisse ganz unterschiedlich zu Stande. Denn jede:r startet jede Runde von einem anderen Bahnhof und jedes Mal kommen die anzusteuernden Symbole in einer anderen Reihenfolge, was natürlich beeinflusst, wieviel sich rausholen lässt. Vergleichbarkeit ist somit einfach nicht gegeben.

Bewertung: Nett!

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