
Was auf den ersten Blick nach vielen Karten aussieht, wiederholt sich dann doch erstaunlich schnell, was diejenigen bevorzugt, die sich schon vorher besser auskannten, weil sich dann jedes Mal ein paar Orte mehr einordnen lassen. Mit wenig Geographiekenntnissen dagegen wenig reizvoll, weil recht oft blind geraten werden muss und die anderen auf Fehler lauern. Dass die Orte auf der Rückseite nicht in der Karte eingetragen sind, sondern lediglich das Bundesland angegeben wurde, ist mir völlig unverständlich. So lernt man gar nix daraus.
Bewertung: Naja!

Ausgerechnet Uppsala ist besser als Buxtehude, weil sich vor allem Jüngere in Europa besser auskennen und auch mehr dafür interessieren als für deutsche Kleinstädte. Außerdem lässt sich aufgrund der sprachlichen Unterschiede bei den Schreibweisen auch ohne genaues Wissen prima spekulieren. Ansonsten gilt, was für Buxtehude auch gilt: Karten sind trotz der Menge überraschend schnell durch; und dass nur die Länder, aber nicht die genaue Lage der Orte auf der Karten eingezeichnet ist, lässt genau dann Information vermissen, wenn sie gefragt wäre.

Das wurde beim historisch ausgerichteten Vorgänger, von dem das Spielprinzip übernommen wurde, deutlich besser gelöst. Hier wurde jeder Lösung ein aufschlussreicher Text beigefügt. Trotzdem kommt der mehr einem interessant gemachten Geschichtsbuch denn einem Spiel gleich. Ein, zwei Mal ist es ja ganz lustig, die zeitliche Reichenfolge einzuschätzen, weil es doch überraschende Erkenntnisse gibt. Danach aber sind die Karten schon ganz gut bekannt und es geht in ein Gedächtnisspiel über, das sich bei gutem Anzweifeln schlimmstenfalls lange hinziehen kann. Es handelt sich somit eher um ein nett gemachtes Geschichtsbuch, das man nach einmaliger Lektüre kaum noch zur Hand nimmt.